Was macht einen guten Programmierer aus?

Was macht einen guten Programmierer aus?

7. September 2016Tags: Keine Kommentare Simon Krüger

Es wird öfters gejammert, dass es an Fachkräften in der IT mangelt, dabei gibt es durchaus einige verfügbare Programmierer. Aber was macht eigentlich einen wirklich fähigen Programmierer aus? Gibt es auch schlechte Programmierer?

Ja, wobei schlecht nicht unbedingt heißt, dass die Person technisch nichts vorweisen kann. Programmieren heißt nämlich in den meisten Fällen auch, dass man Programme für andere Menschen/Unternehmen schreibt, also einen Auftraggeber hat. Dabei ist es wichtig, mit dem Auftraggeber kommunizieren zu können.

Wie lange brauchen Sie für das Projekt? Welche Milestones sollen wann erreicht werden? Welches Budget wird benötigt? All diese Fragen müssen, zumindest teilweise, auch von einem Programmierer beantwortet werden können.

Ein guter Programmierer weiß außerdem wann etwas funktioniert und wann nicht. Programmieren ist Detailarbeit; wer sich nicht auf Details fokussieren kann, sollte eine Programmiererkarriere gründlich überdenken. Manchmal kann ein falsch platziertes Satzzeichen schon dafür sorgen, dass ein Code nicht ausgeführt wird. Dies gilt es zu vermeiden.

Programmieren heißt auch auszuprobieren. Was funktioniert, was funktioniert nicht, was könnte funktionieren, warum funktioniert es nicht. Was viele Menschen wahrscheinlich unterschätzen, ist der kreative Anteil, den gute Programmierer zu ihrer Arbeit beitragen.

Programmieren bedeutet auch zu verstehen, dass man mit einer Maschine kommuniziert und nicht mit einem Menschen. D.h. man muss in der Lage sein, Befehle zu tippen, welche ein Computer interpretieren kann.

Viele Probleme werden nicht allein, sondern durch Kollaboration gelöst. Diese kann in einem Forum stattfinden, auf Konferenzen oder beispielsweise auch in verteilten (sog. “distributed” oder “remote”) Teams. Sie sollten sich gewahr sein, dass Programmieren in Teams meist zu besseren Ergebnissen führt.

Falls Sie vorher noch nie programmiert haben, hilft es Ihnen wahrscheinlich, wenn Sie mit einer einfacheren Sprache anfangen. Statt Lisp oder Assembler bieten sich beispielsweise Ruby und Python an. Die Syntax der beiden letzten Sprachen ist im Vergleich leichter verständlich und sorgt deswegen für weniger Frustration. Die Grundkonzepte sind ähnlich; ein Compiler, ein Frontend, sowie Backend behalten auch sprachenunabhängig ihre Definition.

Ein guter Programmierer wagt sich auch an Herausforderungen, welche ihm vorher so noch nicht begegnet sind. Schließlich wächst der Mensch mit seinen Herausforderungen. Für diese neue Lösungswege zu finden, hilft ihm auch dabei, sein eigenes Wissen auf einem aktuellen Stand zu halten.

Faktisch entstehen gute Programmierer nicht über Nach oder Monate, sondern über Jahre hinweg. Es ist außerdem sehr nützlich, mit einer natürlichen Neugier, sowie einem grundlegenden Interesse an das Thema Programmieren heranzugehen und nicht nur den Beruf zu ergreifen, weil man sich einen schnellen Geldsegen erhofft.

Woran erkennt man Ihrer Ansicht nach einen guten Programmierer?

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