SMARTe Ziele – Teil 2

SMARTe Ziele – Teil 2

12. Januar 2016Tags: Keine Kommentare Simon Krüger

Diese Woche stellen wir Ihnen die fünf Bestandteile der Formel für SMARTe Ziele vor. Wenn Sie diese schon beherrschen sollten haben wir noch drei Tipps für Fortgeschrittene.

Die Faktoren der SMART-Formel im einzelnen:

Spezifisch

Es muss so genau wie möglich formuliert werden, welche Erfolgsparameter ein Ziel als erfüllt gelten lassen. Was genau soll sich verändern oder was genau soll erreicht werden? „Spezifisch“ heißt nicht, dass Sie erklären müssen, wie das Ziel zu erreichen ist, sondern was gegeben sein muss, damit das Ziel abgehakt werden kann. Schließen Sie mit einer spezifischen Formulierung Missverständnisse und Interpretationsspielräume aus. Fokussieren Sie das Ziel dennoch so weit wie möglich, um genug Raum für verschiedene Wege zur Zielerreichung zu lassen. Die Kunst dabei ist, den perfekten Mittelweg zwischen Genauigkeit und nicht zu schwammigen Formulierungen zu treffen. Versichern Sie sich, dass jeder an der Zielerreichung Beteiligte das gleiche Verständnis des Zieles hat.

Messbar

Was man nicht messen kann, kann man nicht erreichen. Wenn Sie bereits dabei sind, ein spezifisches Ziel zu kreieren, bauen Sie messbare Parameter ein. Die Messbarkeit zeigt nicht nur an, wie weit der Weg noch ist, sondern auch, ob der richtige Weg eingeschlagen wurde. Ist ein Messkriterium nicht erreicht, ist das Ziel nicht erfüllt.

Attraktiv

Ohne Motivation und Übereinstimmung mit dem persönlichen Wertesystem liegt kein attraktives Ziel vor. Nichts ist demotivierender, als an fremdbestimmten Zielen zu arbeiten, welche nicht mit den persönlichen Werten übereinstimmen. Da wir natürlich nicht auf einem Ponyhof wohnen und uns im Arbeitsalltag zwangsweise mit fremdbestimmten Zielen herumschlagen müssen, hilft es, diese Ziele positiv zu beschreiben. Schreiben Sie nicht auf, was vermieden werden, sondern, was erreicht werden soll.

Realistisch

Die Zielgröße muss von Mensch zu Mensch unterschieden werden. Der eine empfindet es als motivierender, sich hohe und sehr fordernde Ziele zu stecken, andere wiederum sind motivierter mit kleinen Zielen, welche aufeinander aufbauen und sich jeweils leicht erreichen lassen. Andererseits dürfen Ziele nicht unrealistisch sein und müssen erreichbar bleiben. Ein Ziel gilt dann als realistisch, wenn alle benötigten Ressourcen zur Zielerreichung jetzt oder auf dem Weg zum Ziel erreichbar sein können.

Terminiert

Ohne Zeitbezug kein Ziel. Es ist zu definieren, wann ein Ziel erreicht werden soll. Die Angabe „In zwei Jahren“ ist kein Zeitbezug, denn wer sein Ziel jeden Tag liest, hat ab jedem Tag zwei Jahre Zeit. Um ein Ziel zu vervollständigen, benötigt es ein konkretes Enddatum, an welchem die oben definierten spezifischen und messbaren Parameter spätestens erreicht sein sollen.

Unterschieden wird im Management in operative, taktische und strategische Ziele: Operative Ziele umfassen eine Zeitspanne von maximal einem Jahr. Taktische Ziele sind in einem Jahresbezug von drei bis fünf Jahren angesiedelt, strategische Ziele haben meist eine Terminierung von fünf Jahren und mehr.

SMARTe Ziele für Fortgeschrittene

Nutzen Sie eine Ich-Formulierung

Die Aussage „mit dem Rauchen aufhören“ ist schlechter als „Ich will bis zum 01.01.2020 mit dem Rauchen aufgehört haben.“. Ähnlich wie bei Affirmationen bestätigen Sie sich damit selbst. Auch Team-Ziele oder Zielvereinbarungen können in der Ich-Form formuliert werden, um die Identifikation eines jeden Team-Mitgliedes mit den Gruppenzielen zu stärken.

Gestalten Sie die Ziele emotional

Die Zielerreichung macht um einiges mehr Spaß, wenn Sie echte Freude daran vermitteln und das Ziel für Jeden persönlich positiv aussehen lassen. Machen Sie sich und Ihrem Team die positiven Auswirkungen der Zielerreichung bewusst und bauen Sie diese mit ein. Beispiel: „In der Mittagspause, welche das Team gemeinsam verbringt, achte ich auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung, so kann ich nach der Pause ohne Völlegefühl und voller positiver Energie durchstarten.“

Visualisieren Sie das Zielergebnis

Suchen Sie ein Bild, welches den Zielzustand visualisiert und schreiben Sie Ihr SMARTes Ziel in einer großen Schriftart darunter oder darüber. Verbinden Sie Ihre Zielformulierung mit dem Bild. Prägen Sie sich dieses Bild ein und hängen Sie es gut sichtbar in die Nähe des Ortes auf, an dem Sie an diesem Ziel arbeiten.

 

SMARTe Ziele – Teil 1

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